Nightwish: Decades Tour 2018 – 27.11.2018, Saarlandhalle Saarbrücken

Und wieder da, in der Saarlandhalle. Ist ja nicht so, als wäre ich erst Anfang 2017 da gewesen, bei Sabatons „Last Tour“...

ich weiß, ich weiß. Ich bin keine Konzertliebhaberin. Oder eine Freundin von Liveunterhaltung. Versagende Stimmen, reißende Saiten, Boxenfeedback, plattgestandene Füße und vor allem viele Menschen auf einem Haufen verderben mir eher die Laune, als mich zu unterhalten, wohingegen mich wohlproduzierte Studio-CDs völlig zufrieden stellen. Was muss also geschehen, um mich aus dem Haus zu locken, noch dazu an einen Ort voller reißender Saiten, versagender Stimmen und … ähm … Menschen?

Es gibt nur wenige Bands, die das schaffen. Nightwish gehören eigentlich nicht dazu, obwohl ich die Werke der finnischen Symphonic-Metal-Combo sehr schätze - von „Century Child“ aufwärts, als mit Marco ein stimmlich patenter Kerl dazukam und das Steinzeitgegrunze der Vorgängerscheiben ein Ende fand. Ja, ich bin speziell. Ich weiß schon.

Was also hat mich denn nun aus dem Haus getrieben? Außer Anhur, der mich mit einem spitzen Stock in den Rücken piekst, damit ich schneller in Richtung Saarlandhalle laufe…

Ganz ehrlich?
Beast in Black waren es, mein YouTube-Zufallsfund. Einmal ‚Blind and Frozen‘ gehört, erschüttert auf den Monitor geschaut (Was, das ist ein Kerl???) und das Lied noch Wochen später nicht aus dem Hirn bekommen. Nachgegeben, Album gekauft, festgestellt, dass… aber dazu gleich. Wir sind nämlich da. Im Saal.

Nicole Schuhmacher
  • Autor: Nicole Schuhmacher
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    Elfia 2017

    Unter dem Motto "Good Faeries - Bad Faeries" lockte die Elfia in Arcen am 23. und 24. September 2017 wieder jede Menge Leute in die Schlossgärten: Alte und junge Kostümierte aus aller Herren Länder, Berufs- und Hobbyfotografen und Menschen, die einfach nur gerne Kostümierten und Fotografen zuschauen wollten.  

    An zwei Tagen mit fast idealem Wetter stellten Cosplayer, Reenactment-Veteranen, LARPer, Fantasy-Fans und Endzeit-Überlebende ihre aufwändigen Verkleidungen in und zwischen Wäldchen, Wiesen, Blumen, Bambus, Teichen, Fressbuden und Verkaufsständchen zur Schau. Gute und böse Feen, Aliens, Clowns, Prinzessinnen, Khajiit, Uruk-hai und Spezialkräfte kämpften gegen Zombies, spielten mit Drachen, verschenkten Mondzucker, führten Experimente durch, streichelten frisch geschlüpfte Dinos und vergnügten sich auch sonst nach Leibeskräften... aber seht selbst.  

    Nicole Schuhmacher
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    Devin Townsend Project live in der Garage Saarbrücken (Transcendence Tour), 18.08.2017

    Devin Townsend Project? Devin ... Townsend?
    Den Namen hatte ich doch schon mal gehört ...
    ...natürlich, der Kanadier war der Sänger eines meiner absoluten Lieblingsstücke gewesen - "In my dreams with you" von Vai, anno '93! Auf dem Wohnzimmerboden vor der Glotze liegend hatten wir den Titel in meiner ehemaligen WG laut mitgesungen, wann immer er auf MTV lief (ja, damals kamauf dem Sender tatsächlich noch Musik), ich besitze natürlich die CD und kann den Text heute noch auswendig. Später hatte ich irgendwann mal mitbekommen, dass der Mann als Strapping Young Lad Musik machte, aber das Ganze nicht weiter verfolgt, weil es mir zu grob war.

    Jedenfalls weckte Anhurs Frage, ob ich ihn in die Garage begleiten wollte, in der Townsends aktuelle Formation im Rahmen der Transcendence Tour aufspielen würde, interessante Erinnerungen. Ich sagte zu.
    Kurzfristig versuchte ich, meine 24 Jahre lange musikalische Bildungslücke zu schließen. Leider reichte die Zeit bis zum Konzert nicht zum intensiven Anhören der 17 oder 18 Alben aus, die Townsend in verschiedenen Formationen und als Solokünstler aufgenommen hatte, also beließ ich es bei einem kursorischen Überblick und stand schließlich (fast) völlig unbelastet unter der riesigen Discokugel der Garage. Für das alters- und genremäßig sehr gemischte Publikum waren die zum Sitzen geeigneten Aufbauten auf der Publikumsfläche der Garage durchaus angemessen. Zumindest verkürzten sie meinen alten Knochen die Wartezeit!

    Nicole Schuhmacher
  • Autor: Nicole Schuhmacher
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    The Last Tour - Saarlandhalle

    „Was? Sabaton in der Saarlandhalle? Kriegen die die Halle denn voll?“ Das war mein erster Gedanke, als mir Anhur gestand, dass das Last-Stand-Tourkonzert nicht in der Garage stattfinden würde.

    Soviel vorneweg: Ja, sie kriegen. Man hatte zwar noch Luft zum Singen und Platz zum Hüpfen, aber die Fläche war voll, besonders schön zu sehen bei … aber dazu später.

    Fangen wir einfach vorne an: Nachhause kommen, Werkzeug in die Ecke schleudern, noch ein Angstpipi machen, und schon sitzen Anhur und ich mit Fotoausrüstung im Auto. Er hatte wenigstens Zeit, sich fein zu machen (was für ein Sabaton-Konzert mindestens Stadttarnhosen bedeutet), aber ich muss in den Klamotten zur Saarlandhalle aufbrechen, in denen ich gearbeitet habe. Wenigstens war ich morgens geistesgegenwärtig genug, mein Combat Sam-Shirt anzuziehen. Der Gedanke zählt.

    Wir liegen wunderbar in der Zeit, kommen trotz Fremdpanne gut durch den abendlichen Autobahnverkehr – aber dann kriege ich einen Pfeil ins Knie. Wir verfahren uns. Warum? Weil wir es können. Und weil ich vor vierzehn Jahren zuletzt in der Saarlandhalle war. Und weil Anhur zu stolz ist, um das Navi zu benutzen.

    Trotz alledem bekommen wir noch einen hübschen Parkplatz auf dem Saarlandhallengelände: Viele Autofahrer haben aus der festen Überzeugung heraus, oben sei schon alles voll, präventiv an der Straße geparkt. Die Kutten tragenden Menschenmassen, die vor dem Eingang gesittet auf den Einlass warten, machen mir zunächst einmal Angst, aber die Organisation ist großartig, um nicht zu sagen ‚smooth‘ –  wir sind schnell drinnen und streifen durch die Gänge der Saarlandhalle. Aus unerfindlichen Gründen geht mir ein Helloween-Song im Kopf herum.
    Ich kann ein paar Kinder im herumwuselnden Publikum ausmachen, aber der Großteil der Anwesenden dürfte genau wie Anhur und ich knapp unter Hundert sein. Bei der Heroes-Tour 2015 war das anders, aber da spielten ja auch nicht die großen ACCEPT im Vorprogramm.

    Apropos Vorprogramm…

    Nicole Schuhmacher
  • Autor: Nicole Schuhmacher
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    Tanzritual Festival 2016

    Ursprünglich hatte ich das Tanzritual-Festival auslassen wollen, doch dann entschloss sich der Sohn dazu, sein erstes Festival zu besuchen. Bedingung: Die Mama geht auch mit. So kam es, dass ich an einem glühend heißen Samstag ab kurz nach 11 Uhr dann doch auf dem Festivalgelände im Redener Erlebnispark zu finden war, und ich blieb tatsächlich fast bis zum (gar nicht so bitteren) Ende am Sonntag.…

    Tag 1

    Meine Eindrücke: Klein, aber fein. Sich auf dem Festivalgelände zu verlaufen war unmöglich, so dass ich mir in dieser Hinsicht schon mal keine Gedanken um den Nachwuchs machen musste;– auch waren alle Freunde schnell entdeckt und versammelt. Die sommerliche Biergartenatmosphäre trug außerdem dazu bei, dass schnell neue Bekanntschaften geschlossen wurden. So erfuhr ich, dass einige Besucher nicht aus dem näheren Umfeld kamen - ein schöner Erfolg für die Orga, würde ich mal meinen.
    Die Verpflegung war preislich im Rahmen und gegen die Qualität hatte ich auch nichts einzuwenden. Ob die Besatzung der Crepesbude allerdings gedacht hätte, dass sich der Frozen Cappucino zum Verkaufsschlager entwickeln würde?

    Nicole Schuhmacher
  • Autor: Nicole Schuhmacher
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