Into the Darkness

Schon zum zweiten Mal, wird das hörwillige, europäische Publikum unter dem Titel „Into the Darkness“ in die musikalische Dunkelheit entführt, so auch am 22.  November 2012 in Saarbrücken. Wobei der Titel der Konzertreihe im ersten Moment ein weit dunkleres Bild suggeriert, als die Zuschauer dann tatsächlich erwartete.

Scars ot the Sun
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Lake Of Tears
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Swallow the sun
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Moonspell
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Pain
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Die musikalische Runde eröffneten die (zumindest mir) bis dato unbekannten Scar of the Sun vor einem noch sehr leeren Zuschauerraum, was die Griechen jedoch nicht davon abhielt das Beste daraus zu machen. Dennoch wirkten die Kameraden manchmal nur wenig locker. Wobei allein durch die Schwermütigkeit des vorgetragenen Gothic-Doom-Sounds schon wenig Stimmung beim spärlich gesäten Publikum aufkommen mochte – ein wenig mehr Applaus, als den durch die gegebenen Umstände geernteten hätte ich Den Herren allerdings durchaus gegönnt.

Nach dem etwas stimmungsschwachen Einstieg in den Konzertabend und einer kleinen Pause betraten mit Lake of Tears einige schwedische Gothic-Metal-Helden die Bühne vor dem leider noch immer recht wenig gefüllten Zuschauerraum der Saarbrücker Garage. Hier schien aber immerhin das Publikum schon einige Hits wiederzuerkennen und die Stimmung hellte auf, bzw. dunkelte ab, je nachdem wie man das interpretieren möchte. Leider schien die Band eher ein wenig unmotiviert diesen Auftritt zu absolvieren, was jedoch dem Sound nur wenig Abbruch tat.

Die Setlist des Abends umfasste Taste of Hell, Illwill, Demon You/Lily Anne, Raven Land, The Greymen, Boogie Bubble, So Fell Autumn Rain, House oft he Setting Sun und Crazymen.

Es folgten mit Swallow the Sun episch-finstere Grüße aus Finnland. Eine ausgewachsene Portion Tristesse, dargeboten von dem wohl am farbenfrohesten gekleideten Sänger des Abends, der die faszinierende Angewohnheit zu Tage legte, jeden einzelnen Song erst einmal mit dem Rücken zum Publikum zu beginnen.  Gewissermaßen der erste große dunkle Lichtblick des Abends, ließ das Publikum (welches sich nun doch langsam etwas vermehrte) abtauchen in ausgefeilte und leidenschaftlich vorgetragene Klangwelten. Durch die überlangen Songs fiel die dargebotene Setlist im Gegensatz zu den anderen Bands mit Emerald Forest and the Blackbird, Out of This Gloomy Light, Labyrinth of London, Cathedral Walls, Descending Winters du Night Will Forgive Us ein gutes Stück weniger umfangreich aus.

Nach dieser gelungenen Einstimmung folgte, worauf ich und viele andere den ganzen Abend schon gewartet hatten.  Die „alten Herren“ aus Portugal von Moonspell traten nach und nach auf die Bühne, bis zum Auftritt des gewohnt helmbewehrten Sängers Fernando Ribeiro um erst einige Stücke des neuen Albums Alpha Noir folgten einige Klassiker, welche das mittlerweile vollzählige und bestens gestimmte Publikum gleich in ihren Bann zogen. Nach einer Eröffnung mit Axis Mundi und Alpha Noir folgten Opium, Awake, Wolfshade, Lickanthrope, Em Nome Do Medi, Vampiria, Alma Mater und Full Moon Madness. Ein Moonspell-Nostalgie-Paket deluxe vom absoluten Gewinner des Abends. Alleine für diesen Auftritt hat sich der gesamte Abend schon gelohnt.

Schließlich wird es Zeit für die (durchaus zu Recht) Headliner des Abends.  Das ehemalige Solo-Projekt von Peter Tägtgren Pain hatten es recht schwer nach dem grandiosen Auftritt von Moonspell noch eines oben drauf zu setzen. Doch die bunt erleuchtete und spacige Elektrometal-Breitseite lies die Stimmung im Publikum noch einmal gehörig hochkochen. Im Gegensatz den restlichen Bands an diesem Abend wurde Pain von einer ungewohnt farbenfrohen Beleuchtung beleuchtet um dem zwangsjackentragenden und seine bewegungsfreudigen Mitmusiker einen passenden Rahmen zu geben. Angefangen mit Same old Song folgten I’m going In, Walking on glass, Zombie Slam, Dirty Woman, Monkey Business, End of the Line, The Great Pretender, Dark Fields of Pain, It’s only Them, Let Me Out, On and On, Shut your Mouth entließen die Schweden das Publikum passenderweise mit dem Song Bye/Die.

Bericht: Simone

Fotos: Anhur

Anhur
  • Autor: Anhur