ASP: Es lebe Wir

ASP kamen wieder einmal nach Saarbrücken. Da dies nun ja schon ein sich beinahe jährlich wiederholendes Spektakel ist, dachte ich, es wäre langsam an der Zeit (und vielleicht auch möglich), in Langweile zu verweilen und eine entsprechende Kritik los zu werden. Aber nichts!

Es lebe: WIR!

Da kommt der Meister mit seinen Kollegen daher und geht in die Vollen! Nachdem ASP im letzten Jahr mit ihrem Akustikkonzert zum „Zaubererbruder“ ein mehr als nur überzeugendes Gastspiel in Saarbrücken gaben, gab es diesmal voll auf die Ohren. Ohne Schnickschnack (wie z.B. eine Vorgruppe) ging es recht pünktlich gegen 20:00 Uhr los. Das Vollprogramm mit allem, was es von ASP gibt, um eine Halle zu rocken wurde mehr als zwei Stunden lang ohne nennenswerte Unterbrechung als nahezu perfekte Show dargeboten. Ein klasse Song jagte den anderen von der Bühne und liess dem tanzenden Publikum kaum eine Chance zum Durchatmen. Zum Glück sind die Protagonisten auch nur Menschen und legten zwei kurze Unterbrechungen ein, um den Fans die Gelegenheit zu „Zugabe“-Sprechchören zu geben.

In der Show fehlte kaum eines der großen Lieder. Jeder bekam etwas zum Mitsingen und zum Tanzen.
Ebenfalls lobend zu erwähnen ist hier auch die Technik, die den Auftritt begleitete. Der Sound war durchweg erstklassig und die Show wurde von einer spitzen Lichtshow begleitet, wodurch denen, die den Weg in die Saarbrücker Garage gefunden hatten, nicht nur ein Schmaus für die Ohren geboten wurde.
Nach dem Gig hatten die Fans die Gelegenheit, Autogramme zu erjagen und sich mit dem Meister und seinen Kollegen ablichten zu lassen. Leider wusste ich, dass mich bald schon wieder ein Wecker erwartete, so dass ich mich nach dem Verklingen der letzten Gitarrenriffs aus der Garage schlich.
Als Fazit kann ich behaupten, dass eine eingespielte Band wie ASP immer wieder begeistern, ja gar überraschen kann - speziell wenn ein entsprechendes Repertoire vorhanden ist. Dies gepaart mit begnadeten Musikern, einer tollen Bühnenpräsenz und großartigen Fans kann letztendlich nur zu einem guten Abend führen... wie auch immer.
Das nächste Mal werde ich wieder dabei sein und schauen, ob sie mich irgendwann langweilen ... und wisst Ihr was? Ich freue mich schon darauf, ein weiteres Mal vom Gegenteil überzeugt zu werden.

Anhur
  • Autor: Anhur