ASP - Fremd 2011

ASP haben die  Gothic-Szene in den letzten zwölf Jahren wie kaum eine zweite Band  geprägt, verändert und aufgerüttelt.  Ihre Alben sind Schmuckstücke und Kunstwerke. Die Livekonzerte sind intensive Momente der Gemeinschaft zwischen Band und Publikum. So begeisterte er uns 2009 mit dem Akustik Konzert zur LP Zaubererbruder, in einer bestuhlten Garage.

ASP
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Lahannya
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In diesem Herbst sind ASP unterwegs, um ihr brandneues Album „Fremd“ zu promoten, welches  den Auftakt zum neuen „Fremder-Zyklus“ bildet. Pünktlich zum Tourstart am 21.10.2011 ist es erschienen. Und wie inzwischen fast alle Jahre wieder besucht ASP auch das Saarland und erfreut seine Fans mit einem Konzert.
Mitgebracht hat ASP wieder einmal die Band Lahannya. Ich warte gespannt, wie sich wohl die Veränderung in der Band – Gründungmitglied Matthias „Matze“ Ambré hat Sie Anfang des Jahres verlassen und wird durch zwei weitere Gitarristen Lutz Demmler und Sören Jordan ersetzt – auswirken wird.

LAHANNYA

Doch zuerst einmal zu Lahannya.  Stilistisch ist die Band in der Ecke Alternative Rock, Metal, Electronica angesiedelt.
Die Band spielt durch die Bank gute Rocksongs, aber nicht mehr und unterhalten die Zuhören ordentlich, wenn auch so Recht noch kein Funke überspringen will.  Frontfrau Lahannya besticht wie immer durch Ihre Optik, soweit ich das als Frau wirklich beurteilen kann.  
Das Repertoire ist größer geworden und so bietet die Band einige Ihrer Songs aus der 2008 veröffentlichte EP "Welcome to the underground", sowie aus den folgenden Album "Defiance" von 2009 und „Dystopia“ von 2010.
Ich stelle mir vor, dass durch eine andere Abmischung  das Klangerlebnis verbessert werden könnte.

ASP

Nach einer längeren Umbauphase betreten ASP die Bühne und beginnen mit dem mehr oder weniger mitreißenden Intro des neuen Albums. Dann folgt "Wechselbalg", mit dem  ich noch immer noch nicht ganz warm geworden bin.  Die Stimmung ist gelassen und abwartend. Mit “Sing Child” beginnt die Garage zu beben; die Menge singt begeistert  mit und tanzt ausgelassen.
ASP seinerseits auch sehr gut gelaunt nutzt den Übergang zum nächsten  sehr gut gelungenen Duett mit einem alten Weggefährten (seit 2000)  Oliver „Himmi“ Himmighoffen,  um kurz  den Bandnachwuchs vorzustellen.
Weiter geht es mit songs wie „Demon Love”; “wer sonst” und „Und wir tanzten“

Die grosse Harmonie Tour

ASP Selbst intoniert dies sei die Große Harmonie Tour, was sich nicht zuletzt auf die Vorband Lahannya bezieht um im nächsten Moment die Frontfrau zu sich auf die Bühne zu bitten um den „Werben“. Eine nette Variante des phantastischen Songs.
Weiter geht es mit altbekannten Songs; Die Stimmung ist gut. Und so folgt das, was für ASP Konzerte typisch ist eine Gesangsübung für die Fans. ASP schmettert „Heo“ in X Varianten mit seiner grandiosen Stimme und die Fans versuchen es ihm gleich zu tun. Und nun da die Stimmung wieder an einem neuen Höhepunkt angelangt ist heizt die Band der Menge so richtig mit altgeliebten Everblacks ebenso mit frischen Stücken vom neuen Studiowerk, ein.  Zwischendurch fordern die Fans immer wieder „ich will brennen“. Aber erst ganz zum Schluß - in der zweiten Zugabe wird dieser Wunsch erfüllt.

Carmen Nebel

Zwischendurch berichtet ASP man werfe ihm wieder einmal vor, er sei zu kommerziell geworden und nutzt dies, zu einem Seitenhieb auf einen Kollegen der Jüngst einen Auftritt bei Carmen Nebel hatte.
„Mich würden keine 10 weißen Rösser zu Carmen Nebel bringen“ so ASP, außer sie würde ihn mit seiner normalen Gesichtsbemalung im Dirndl die „Angstkathedrale“ darbieten lassen.  Nun, ich kann nur hoffen, dass einer der Anwesenden die Anregung aufnimmt und Frau Nebel anspricht, denn ASP im Dirndl erscheint mir doch eine so skurrile Vorstellung zu sein, dass sie schon wieder gut klingt. Vermutlich das erste schwarze Dirndl mit Spinnen etc.

Resümee

Wie immer haben ASP ihre Fans hervorragend unterhalten.  In der Show fehlte kaum eines der herausragenden Lieder. Jeder bekam etwas zum Mitsingen und zum Tanzen.  „Fremd“  ist das musikalisch rockigste und härteste ASP Album bis heute.
Die Musik von ASP zeichnete sich, wie in seinen Anfängen, schwerpunktmäßig durch die Nutzung von Rhythmusgitarren aus. Insbesondere metal-lastige Powerchords in Verbindung mit teils technoiden Sounds und Beats bilden die Grundlage der neuen Songs.
Ebenfalls lobend zu erwähnen ist hier auch die Technik, die den Auftritt begleitete. Der Sound war durchweg erstklassig und die Show wurde von einer spitzen Lichtshow begleitet, wodurch den Anwesenden  nicht nur ein Schmaus für die Ohren geboten wurde.

Set Liste von ASP

  • A Prayer For Sanctuary
  • Wechselbalg
  • Sing Child
  • Duett (Das Minnelied der Incubi)
  • Demon Love
  • Wer sonst?
  • Eisige Wirklichkeit
  • Und wir tanzten (ungeschickte Liebesbriefe)
  • Werben (feat. Lahannya)
  • FremdkörPerson
  • Kokon
  • Ich bin ein wahrer Satan
  • Schwarzes Blut
  • Krabat
  • Unverwandt
  • Nie mehr
  • Sanctus Benedictus
  • Rücken an Rücken
  • Ich will brennen
  • Schwarzer Schmetterling

Bericht: Baghira

Fotos: Anhur

Anhur
  • Autor: Anhur