Seit nunmehr fast 30 Jahren rollt die britische Death-Metal-Walze BOLT THROWER unbarmherzig und unaufhaltsam durch die Weltgeschichte. Im Rahmen aktueller Touraktivitäten blieb diesmal auch Saarbrücken nicht verschont, um von den Bolzenwerfern amtlich in Schutt und Asche gelegt zu werden. Verstärkung erhielt selbiger dabei von seinen Landsmännern VALLENFYRE sowie den wieder auferstandenen MORGOTH. Mit anderen Worten: Ein absolut hochwertiges Package wartete am 01.10.2014 in der Garage auf geneigte Death-Metal-Aficionados.

Vallenfyre
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Morgoth
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Bolt Thrower
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Angeblich gegründet von Greg Mackintosh, seines Zeichens bekannt als Gitarrist und Hauptsongwriter von Paradise Lost, um den Verlust seines verstorbenen Vaters emotional zu verarbeiten, spielen VALLENFYRE tiefdunklen Old-School-Doom-Death, irgendwo in der Schnittmenge zwischen sehr frühen Paradise Lost und Todesblei der Stockholmer Schule à la Grave oder Entombed. Die Art von Klängen also, die man sozusagen nicht nur mit den Ohren, sondern auch in größerem Umfang mit der Magengrube zu hören pflegt. Der neuerdings dem Kreis der Rasta-Schwinger zugehörige Mackintosh konzentriert sich bei VALLENFYRE auf das Growlen, dass er vorzüglich beherrscht. Der solide, spielerisch einwandfrei dargebotenen Auftritt wusste zu gefallen, so dass nach einer kurzweiligen Dreiviertelstunde die Lichter zwecks Bühnenumbau wieder angingen.

Setliste Vallenfyre

  • Scabs
  • The Divine Have Fled
  • Odious Bliss
  • Cathedrals Of Dread
  • Dragged To Gehenna
  • A Thousand Martyrs
  • Instinct Slaughter
  • Humanity Wept
  • Ravenous Whore
  • Savages Arise
  • Cattle
  • Desecration

Nach Aussage von Sänger Marc Grewe schauten er und seine Mannen zuletzt im Jahre 1997 kurz vor der Bandauflösung in Saarbrücken vorbei. Glücklicherweise gaben Tolkiens Dunkelgötter 2011 ihre Neugründung bekannt, um ihren, so würde ich zumindest behaupten, zweiten todesmetallischen Frühling zu erleben. Neben Klassikern und Konzerthöhepunkten wie "Body Count", "Suffer Life", "Burnt Identity" oder "Pits Of Utumno" gaben die Sauerländer auch neues Single-Material ("God Is Evil", "Die As Deceiver") zum Besten, das einen sehr vielversprechenden Eindruck und Bock auf mehr neuen Stoff aus dem Hause MORGOTH machte. Klasse Auftritt!

Setliste Morgoth

  • Intro: Cursed
  • Body Count
  • Exit To Temptation
  • Suffer Life
  • Sold Baptism
  • God Is Evil
  • Under The Surface
  • Resistance
  • White Gallery
  • Die As Deceiver
  • Burnt Identity
  • Isolated
  • Pits Of Utumno

Dann endlich war die Zeit gekommen, den glänzend aufgelegten Headliner des Abends zu begrüßen, welcher seinem Ruf als formidabler Liveact absolut gerecht wurde. Im Gepäck dabei: 15 akustische Abrissbirnen, welche BOLT THROWER souverän bei gutem Sound in die Meute schmetterten. Bereits beim Betreten der Bühne während des Intros strahlten Shouter Karl Willetts und Gitarrist Barry Thomson ob der enthusiastischen Publikumsreaktionen wie die Honigkuchenpferde und hielten kurze Schwätzchen mit Fans und Fotografen, bevor das eigentliche Konzert los ging. BOLT THROWERs absolut bodenständige und fanfreundliche Attitüde kam außerdem einmal mehr durch ihre bemerkenswert günstige Preisgestaltung am Merch-Stand zum Ausdruck. Welche Band mit ähnlichem Status bietet schon ihre Tour-Shirts für erschwingliche zehn Euronen an? Eben!!!

Setliste Bolt Thrower

  • Intro
  • War
  • Remembrance
  • Mercenary
  • World Eater / Cenotaph
  • Anti-Tank
  • Warmaster
  • Forever Fallen
  • This Time It's War
  • The IVth Crusade
  • Entrenched
  • ...For Victory
  • The Killchain
  • Powder Burns

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  • No Guts, No Glory
  • When Cannons Fade

 

 

Text & Fotos: Brausi

Anhur
  • Autor: Anhur