Edguy brachten zu ihrer Jubiläumstour "The Unity" mit nach Saarbrücken.

Jetzt haben die „ehemaligen Jungspunde“ von EDGUY in ihrer Formation doch tatsächlich schon ein Vierteljahrhundert auf dem musikalischen Buckel. Donnerwetter und herzlichen Glückwunsch! Grund genug für die Fuldaer, eine entsprechende Jubiläumstour auf die Beine zu stellen, in deren Rahmen man auch einen Zwischenstopp in Saarbrücken einplante. Aber dass sich Tobi Sammet nach seiner schmähvollen Avantasia-Ansage in Wacken bezüglich unserer Landeshauptstadt überhaupt noch auf saarländischen Boden traut (und zu hoffen selbigen wieder körperlich unversehrt verlassen zu dürfen), grenzt schon an mehr als gesunden Optimismus. Nun ja, immerhin entschuldigte sich der Frontkasper indirekt mit der Erklärung, dass besagte Äußerung eine „endorphinöse Kurzschlusshandlung“ gewesen sei... Na, dann ist ja wieder alles in Butter auf‘m Kutter.

The Unity
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Edguy
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Los ging es mit THE UNITY, dem zweiten kreativen Standbein um die Gamma Ray-Recken Henjo Richter (Gitarre) und Michael Ehré (Schlagzeug). Spielerisch und songtechnisch über jeden Zweifel erhaben, gab es Abzüge in der B-Note zu vermerken, zumal vom Sound her noch deutlich Luft nach oben gewesen wäre. Viel zu leise abgemischt ging der formidable Gesang von Gianba Manenti über weite Strecken schlicht unter. Auch die beiden Gitarren kamen sehr undifferenziert rüber, was zumindest bei mir einen faden Beigeschmack hinterließ. Schade eigentlich, denn ich hatte mich sehr auf die spielfreudige und sichtlich motivierte Combo gefreut, welche sich nichtsdestotrotz über tolle Pumblikumsresonanzen in der gut gefüllten Garage freuen konnte. Das nächste Mal bitte mehr Ehrgeiz am Mischpult.

Setliste The Unity

 

  • Intro 
  • Rise And Fall 
  • Firesign 
  • No More Lies 
  • God Of Temptation 
  • Close To Crazy 
  • Send Me A Sign
  • Never Forget

 

 

Wie gewohnt sorgte der Headliner des Abends zuschauertechnisch für eine volle Hütte. EDGUY boten dabei einen bunt gemischten Querschnitt ihres bisherigen Schaffens und räumten, wie sollte es anders sein, amtlich ab. Neben den tollen Songs liegt für mein Empfinden eine absolute Stärke der Band in ihrer enorm positiven Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Permanent feixten die Musiker mit der Zuhörerschaft, den Fotografen und untereinander, wobei sich die Energie und gute Laune mühelos auf des Publikum übertrug. Die Jungs haben es drauf!

Tobi verfügt über ein relativ großes Mundwerk, was gemeinhin bekannt sein dürfte. Dass hinter der großen Klappe auch gewaltig was dahinter steckt, bewies der Fronter unter anderem auch bei meinem persönlichen, rund elfminütigen Höhepunkt des Abends „The Piper Never Dies“. Genial gespielt. Darüber hinaus erfuhr man aus dem Munde des Sängers pikante „On-The-Road-Geheimnisse“. So spiele sich Drummer Felix mindestens viermal täglich intensiv an der eigenen Nudel herum. Wenn‘s Spaß macht...

Spaß machten auch die schnelleren Songs der Marke „Mysteria“ oder „Babylon“, die zum Mitschunkeln einluden. Nach ca. zweistündiger Spielzeit verabschiedeten sich die hessischen „Superheroes“ schließlich mit dem Rausschmeißer „King Of Fools“ und entließen das glückliche Publikum in die frühherbstliche Nacht. Sodann EDGUY, auf die nächsten 25!!! Bin gespannt, wie sich das Nudel-Problem bis dahin entwickelt hat. Wir halten Euch auf dem Laufenden... 

Setliste Edguy

  • Love Tyger 
  • Vain Glory Opera 
  • Mysteria 
  • Land Of The Miracle 
  • Lavatory Love Machine 
  • The Piper Never Dies 
  • Tears Of A Mandrake 
  • Drum Solo 
  • Ministry Of Saints 
  • Save Me
  • Out Of Control stopped and played Out of Control inste
  • Babylon

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  • Superheroes
  • King Of Fools

Text & Fotos: Brausi

Brausi
  • Autor: Brausi