Grausame Töchter in Zweibrücken

Kurz vor Weihnachten gab es in der Kontrastbühne / Zweibrücken ein gar unweihnachtliches Konzert. Das Einmannprojekt "Septron" und die Hamburger Band "Grausamen Töchter" um Aranea Peel kamen in die Kontrastbühne in Zweibrücken.

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Septron
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Nun ja. Das Label "FSK18" auf den Werbeplakaten ließ wahrlich nichts Weihnachtliches erwarten, ist das Fest der Liebe üblicherweise ja eher familienorientiert.

Wie auch immer hatte ich (Anhur) die Ehre, diese Konzert besuchen zu dürfen. Septron war mir von diversen Auftritten ja schon bekannt und erfreut mein Gemüt immer wieder mit seinen Stücken. So konnte er weitgehend auch an diesem Abend überzeugen. Im Gepäck hatte er neben alt bekannten Liedern auch einige, die auf dem kommenden Album zu hören sein werden. Daran, dass die neuen Songs nicht wie die des vorhergehenden Albums auf Deutsch gesungen wurden, musste ich mich erst einmal gewöhnen. Ich persönlich hoffe, dass es keinen kompletten Wechsel der Sprache gibt, da viele der Lieder doch vom Text leben und nicht jeder geneigte Zuhörer der englischen Sprache mächtig ist. Lassen wir uns überraschen. Die Show war auf jeden Fall gut und bereitete das Publikum auf den Hauptact des Abends ordentlich vor.

Die Bühnenpräsenz der Grausamen Töchter bestand aus der Backgroundsängerin, dem Schlagzeuger, der Frontfrau Aranea Peel, zwei in Regenmäntel gehüllten und mit Messern durchbohrten Schaufensterpuppen sowie einer ebenfalls in einen Regenmantel gekleideten Person. Letztgenannte änderte während der gesamten Show nur selten die Pose und weckte ein wenig die Erwartung, dass von dieser Seite aus noch etwas passieren würde.

Aranea Peel bot, begünstigt durch ihre Ausbildung als Balletttänzerin, eine klasse Performance, in der sie passend zu den Texten der Lieder mit ihrer Mimik und Gestik sowie den gekonnten Bewegungen immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zog. Knapp bekleidet entledigte sich die Frontfrau im Verlauf der Show weiterer Kleidungsstücke, so dass ihr Outfit dem der Backgroundsängerin immer näher kam. Dies unterstützte sicherlich auch die Erotik, die durch die Texte und die Interaktion mit der Backgrounderin entstand, jedoch nicht unbedingt nötig gewesen wäre ... 

Auf jeden Fall kann ich resümieren, dass es ein lohnender Abend war und ich mir wohl doch noch einmal eine CD von den Grausamen Töchtern anhören werde. Live waren sie sehr überzeugend. Einige Gäste werden sich sicherlich fragen, warum das ganze erst ab 18 Jahren frei war, gab es im Grunde genommen nicht schlimmeres zu sehen als ab 19:00 Uhr bei den Privaten. Wie oben schon angedeutet war das aber auch nicht nötig ... die Andeutungen sind ja schließlich oft spannender als die nackte Warheit. Aber wer weiß, vielleicht haben ich und die anderen ja auch nur einen zahmen Abend erwischt ;-).

Euer

fröhlich winkender Anhur ;-)

Anhur
  • Autor: Anhur