Iced Earth - Worldwide Plagues Tour 2014

Für Fans hartklingender Beschallung begann das noch junge Jahr mit einem besonderen Schmankerl, denn ICED EARTH gedachten, in der Garage aufzuspielen. Da ich die Combo bereits seit ihrem Debut im Jahre 1990 geradezu vergöttere, verstand es sich von selbst, am 09. Januar nach Saarbrücken zu pilgern. Besonders gespannt war ich auf den (gar nicht mehr so) neuen Frontmann Stu Block, welchen ich bisher live noch nicht bewundern durfte. Auch auf der aktuellen Scheibe "Plagues Of Babylon", seinem bereits zweiten Werk mit ICED EARTH, überzeugte er mich absolut (und das, obwohl Gesangsgott Matthew Barlow eigentlich unersetzlich ist und bleibt!!!). Aber auf der Bühne?

Elm Street
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Warbringer
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Iced Earth
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Zunächst einmal hatten ELM STREET und WARBRINGER die ehrenvolle Aufgabe, die bereits zahlreich versammelten Matten- und Kurzhaarschüttler warm zu spielen. Erstere Jungspunde, gaben einen unspektakulären, aber recht solide gespielten Auftritt zum Besten. Ihre Wurzeln liegen für mein Gehör im traditionell-thrashigen Metal, den das Publikum recht gut aufnahm und mit einem amtlichen Applaus am Ende des Auftritts bedachte.

In Sachen Bewegungsfreude und Aktion auf der Bühne konnten sich die Australier mit Sicherheit einiges bei WARBRINGER abschauen. Allen voran Frontderwisch John Kevill, der mit zum Teil psychopathisch wirkender Mimik und Gestik zu unterhalten wusste. Die Kalifornier servierten gepflegte Thrash-Kost vom Feinsten und bescherten einen tollen, aber viel zu kurzen Auftritt. Der Rausschmeißer "Towers Of The Serpent" sorgte für den ersten, ausgiebigen Moshpit des Abends. Waren richtig gut, die Jungs!!!

Dann war es endlich soweit. Der Vorhang öffnete sich für die Mannen um Bandboss und Riffkönig Jon Schaffer. ICED EARTH präsentierten sich in bester Spiellaune, wobei sich Neuzugang Luke Appleton (Bass) und Tourschlagzeuger Jon Dette (der zukünftig hoffentlich als festes Mitglied einsteigt!) bemerkenswert gut in das Bandgefüge integrierten. Untereinander scheinen die Musiker prima zu harmonieren.
Insgesamt spielte man sieben neue Songs, darunter die mit Killerrefrains versehenen "If I Could See You", "Cthulhu" und "The End". Erstklassig! Weitere Höhepunkte stellten "A Question Of Heaven" und "Blessed Are You" dar, welche nicht nur beim Schreiber dieser Zeilen für Gänsehautmomente sorgte und mich auf der metallischen Wolke Sieben schweben ließen. "Watching Over Me" brachte einen Fan vor lauter Begeisterung dazu, als lebender Flummi luftgitarrenspielenderweise quer durch die ganze Halle zu hüpfen und den Text lauthals mit zu brüllen. So sehen wahre Emotionen aus!

Wie ich abschließend feststellen möchte, bot das Konzert bei 28 € im Vorverkauf ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Sympathiebolzen Stu ist zwar kein Matt, aber dennoch ein spitzenmäßiger Ersatz, der nicht nur traumhaft und stilistisch breitgefächert singen kann, sondern auch über eine gehörige Portion Charisma verfügt. Ich bin begeistert! Bleibt zu hoffen, dass die gegenwärtige Bandbesetzung in dieser hervorragend funktionierenden Konstellation möglichst lange bestehen bleibt und nicht der bisherigen ICED EARTH-typisch hohen Personalfluktuation unterliegt.

Setliste Iced Earth

  • Plagues Of Babylon
  • Democide
  • Dark Saga
  • If I Could See You
  • Disciples Of The Lie
  • Jeckyl & Hyde
  • Among The Living Dead
  • Blessed Are You
  • Red Baron/Blue Max
  • Peacemaker
  • Vengeance Is Mine
  • Cthulhu
  • My Own Saviour
  • The End
  • A Question Of Heaven

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  • Dystopia
  • Watching Over Me
  • Iced Earth
Brausi
  • Autor: Brausi