POWERWOLF Wolfsnächte - Tour 2018

Sa, 17.11.2018 Beginn: 18:45 Uhr Saarlandhalle
POWERWOLF brechen derzeit sämtliche Erfolgsrekord und haben seit Oktober 2018 in den größten Städten Europas Halt gemacht um dort ihre außergewöhnlichen Heavy-Metal-Messen zu zelebrieren. Heute sind sie in Saarbrücken zu Gast und beenden ihre diesjährige Wolfsnächte-Tour hier in der Heimat.
Matthew Greywolf von POWERWOLF kommentiert die Tour wie folgt: „Für die Wölfe ist es an der Zeit zurückzukehren und ein neues Kapitel der Metal-Messen in Europa aufzuschlagen! Wir freuen uns sehr auf irre Nächte voller Metal, Energie und Wahnsinn! Wir sehen uns bei den Shows! Lasst uns gemeinsam durchdrehen!“
POWERWOLF werden auf der Tour von zwei Special Guest Bands begleitet. Dies sind die schwedische Melodic-Metal-Sensation AMARANTHE und Deutschlands Heavy/Glam-Überflieger KISSIN‘ DYNAMITE.

Amaranth
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Kissin Dynamite
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Powerwolf
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Erster Gast des Abends ist die Band KISSIN‘ DYNAMITE, welche als Schülerband entstand. Ende 2007 schickte man erste Demos an verschiedene Musiklabels, die noch im selben Jahr zu einem Plattenvertrag und dem Debütalbum Steel of Swabia führten. Im Juli 2018 wurde das sechste Studioalbum Ecstasy veröffentlicht, das in die Top-10 der deutschen Albumcharts einstieg. Bei den Metal Hammer Awards 2018 wurde die Band in der Kategorie Beste deutsche Band ausgezeichnet.
Laut Aussagen des Gitarristen Jim Müller beruht der Name auf dem gleichnamigen Stück von AC/DC. Während einer Bandsitzung soll das Handy von Andi Schnitzer geklingelt haben. Sein damaliger Klingelton war Kissin’ Dynamite von AC/DC.
KISSIN´ DYNAMITE sind  Musiker aus Süddeutschland, bereits seit elf Jahren im Musikgeschäft und gerade einmal halb so alt wie das Klischee des Rockmusikers.
Viele ihrer Lieder sind eine pure Hommage an das Lebensgefühl, das sich Rock´n Roll nennt. Pur, unverfälscht und schnörkellos bringt KISSIN‘ DYNAMITE das Feeling auf den Punkt. Drummer Andreas Schnitzer ist hauptverantwortlich für die Songtexte. Hannes Braun, der die Musik der Band komponiert, sagt: „Gute-Laune-Hooks, die im Ohr bleiben und Songs, die Spaß machen und in denen Herzblut fließt – das ist unser Ding, wegen dem wir die Band gegründet haben.“ Und zur Tour sagte er: „Wir freuen uns sehr mit POWERWOLF und AMARANTHE im Herbst 2018 Europa unsicher zu machen! Aus vielen Festivalbegegnungen und Drinks wurde eine Freundschaft und wir sind überzeugt, dass dieses Line Up knallen wird! See you on the road!“
Die Saarlandhalle ist um 18:45 Uhr bereits gut gefüllt mit Menschen aller Altersklassen. Pünktlich beginnt die Band, transportiert das eben beschriebene Gefühl und sorgt so sofort für gute Laune im Publikum. Allen voran wirbelt Hannes wie ein Derwisch über die Bühne. Temperament und Leidenschaft für das, was sie tun, ist den Bandmitgliedern deutlich anzumerken. Mit „Retro Stadium Rock“ bieten sie so eine Stunde lang eine mitreißende Show und begeistern das Publikum.
KISSIN´ DYNAMITE haben auch heute Abend klar bewiesen, dass sie eine Ausnahme in Deutschlands Musiklandschaft sind und haben den frischen Wind mitgebracht, der oftmals so sehr vermisst wird.
Die zweite Band AMARANTHE wurde 2008 von Jake E. Lundberg und Olof Mörck als Avalanche gegründet. 2009 mussten sie die Band aufgrund von Urheberrechtsansprüchen in Amaranthe umbenennen. Das Debütalbum erschien 2011.

AMARANTHE‘s Gitarrist Olof Mörck zur Tour: „Wir sind völlig aufgeregt, mit den mächtigen Powerwolf im Herbst 2018 auf Tour zu gehen! Dies ist eine sehr schlagkräftige Kombination aus verschiedenen Ansätzen kraftvoller Musik, vereint in der Vision, eine topaktuelle Show auf höchstem Level auf die Bühnen in Europa zu bringen! Diese Tour darf man nicht verpassen! Also bereitet euch vor, denn diese gigantische Dampfwalze einer Tour wird in einer Stadt in eurer Nähe gewaltsam aufschlagen!“
Der Musikstil von AMARANTHE setzt sich aus vielen typischen Bestandteilen unterschiedlicher Metalgenres zusammen. Einerseits greift die Band auf Bestandteile des Melodic Death Metal zurück. So gehört der Wechsel zwischen gutturalem und klarem Gesang oder die Verbindung von harten Gitarrenriffs mit Keyboardmelodien bzw. Elementen aus der elektronischen Musik zu ihrem Repertoire. Andererseits verwenden sie mit schnellem Tempo und hohem Gesang für den Power Metal übliche Komponenten.
Ein ungewöhnliches Charakteristikum der Band sind die drei im Wechsel zu hörenden Sänger.
AMARANTHE ziehen alle Register ihres Könnens und liefern eine gute Show, in der alle drei Sänger und die Band eine sehr gute Performance abliefern. So ist das Publikum nun bereit für POWERWOLF.

Hauptakt des Abends ist das Saarbrücker Quintett um Sänger Attila Dorn, welches seit 2003 die Metalszene in Verzückung geraten lässt. Ihre Konzerte sind zelebrierte Metal-Messen, opulentes Make-Up, Kostüme und Grusel-Pseudonyme inbegriffen.
Als die Band im Jahr 2004 gegründet wurde, beschlossen die Mitglieder unter Pseudonymen aufzutreten und sich ein Image rund um diese Pseudonyme aufzubauen und aufrechtzuerhalten. So wurde die Band  von den Brüdern „Matthew Greywolf“ und „Charles Greywolf“ gegründet, die bei einem Urlaub in Rumänien in einer Bar von „Attila Dorn“ gefragt wurden, ob sie einen Sänger bräuchten. „Attila“ hatte bis dahin nur im klassischen Gesang Erfahrung. Etwas später wurde die Besetzung dann durch „Stéfane Funèbre“ am Schlagzeug und den Organisten „Falk Maria Schlegel“ komplettiert, seit 2011 sitzt der Niederländer Roel van Helden am Schlagzeug.
Das neueste Album, The Sacrement  of Sin, erschien am 20. Juli 2018 und stieg auf Platz 1 der deutschen Charts ein. Schon am 26. Mai 2018 erschien die erste Vorabsingle Demons Are A Girl's Best Friend, welches ein absolutes Highlight des Abends ist.
Die dominierende Sprache der Texte ist Englisch, es sind aber auch lateinische (Werwolves of Armenia, Lupus Dei), selten auch deutsche Textstellen (Kreuzfeuer, Amen & Attack, Stossgebet) vorhanden. Inhaltlich handeln die Texte der Band vom Christentum und von alten Sagen Rumäniens. Powerwolf bezeichnen sich nicht als religiöse Band, sondern vielmehr als spirituell. Neben den klassischen Metalinstrumenten finden Orgelklänge Verwendung.
Das Konzert beginnt fulminant mit einer pyrotechnischen Feuershow und mit „Lupus Daemonis“.  Die bereits gute Stimmung schlägt nun endgültig in Euphorie um. Von Lied zu Lied scheint sie weiter zu steigen. Attila nutzt die Zeit zwischen den Liedern, um mit dem Publikum zu spielen. Er sagt, für ihn erfülle sich an diesem Tag ein Jugendtraum, an den er nie zu glauben wagte: einmal vor einer ausverkauften Saarlandhalle zu spielen.
Ein Highlight der Show ist die Passage, in der er verschiedene Sequenzen vorsingt und das Publikum folgt. Zu seiner Überraschung beginnt das Publikum schon ohne sein Vorsingen tonsicher und frenetisch den Refrain zu singen. Nun muss er das Ganze nur noch ein wenig ordnen und schon begleitet das Publikum ihn mit gewaltiger Stimmkraft. Auch beim Battle der beiden Hallenhälften überzeugt das saarländische Publikum mit seiner Stimmgewalt. „Atti-la-Dorn“ versus „Falk-Maria-Schlegel“. Band und Publikum sind gleichermaßen begeistert und so wandelt sich der Schlachtruf  in ein freudiges „Ly-o-ner“ und schließlich Saar-brück-en“. Ein einsames „Saar-lou-is“ findet keinen Widerhall.
Weitere Highlights der Show sind die typische Metalmesse, das „Stoßgebet“und die Beteiligung von Hannes von KISSIN‘ DYNAMITE an einem Lied. Er ergänzt die Vokals von Attila vorzüglich und wirbelt temperamentvoll über die durch brennende Lichter mystisch erleuchtete Bühne.
Gegen 23:00 Uhr endet ein großartiges Konzert nach mehreren Zugabe-Songs – von „Agnus Dei“ bis „Wolves against the word“, das im Bezug auf die Stimmung sicher noch lange seinesgleichen sucht.
Danke an die KISSIN‘ DYNAMITE, AMARANTHE und vor allem POWERWOLF für einen unvergesslichen Abend.

Text & Bilder: Baghira

Baghira
  • Autor: Baghira