Powerwolf - Wolfsnächte 2015

Voll war es an diesem Samstagabend in der Garage. Aber sowas von. Um nicht zu sagen, wieder einmal restlos ausverkauft. Aber das kennt man ja mittlerweile von den heimischen Auftritten des Hauptprotagonisten, welcher auf den Namen POWERWOLF zu hören pflegt. Wie gewohnt räumte die saarmetallische Institution auf ihrem letzten Abstecher der insgesamt zwölf Gigs umfassenden Wolfsnächte Tour 2015 amtlich ab. Zudem bewies man bei der Auswahl des Supports mit der Verpflichtung von ORDEN OGAN und XANDRIA ein sehr glückliches Händchen, um Augen (im Falle XANDRIA insbesondere die der männlichen Belegschaft) und Ohren des eigens angereisten Auditoriums zu verwöhnen.

Xandria
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Orden Organ
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Powerwolf
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XANDRIA eröffneten den Abend und ernteten mit ihren, für mein Gehör stark an die mittlere Schaffensphase von Nightwish erinnernden Kompositionen, nach anfänglich vornehmer  Zurückhaltung des Publikums recht gute Resonanzen. Das deutsch-niederländische Joint Venture um Goldkehlchen Dianne van Giersbergen legte einen spiel- und bewegungsfreudigen Gig auf die Bretter. Für meinen Geschmack musikalisch zwar ganz nett, wenn auch nicht essentiell, in jedem Fall aber sympathisch, sehenswert und sehr kurzweilig.

Setliste Xandria

  • Nightfall 
  • Blood On My Hands 
  • Unembraced 
  • Stardust 
  • Voyage Of The Fallen 
  • Cursed 
  • Valentine 

Meine persönliche Vorfreude galt in besonderem Maße dem Auftritt von ORDEN OGAN, zumal sich deren aktuelles Album "Ravenhead" zwecks Dauerrotation immer wieder in meinem heimischen CD-Player einfindet (oder Wahlweise für alle CD-Verächter und Downloader: zwecks Permanentbeschallung auf dem Rechner angeklickt wird). Zuletzt im Februar bei uns zu Besuch, spielte die Band eine im Vergleich zu damals lediglich leicht veränderte Setliste. "Ravenhead" und "To New Shores Of Sadness" flogen raus und fanden Ersatz durch "Here At The End Of The World" sowie "Sorrow Is Your Tale". Ansonsten blieb allerdings alles beim Alten.

Die Ordensbrüder boten geniale Mucke und brachten die Garagenbesucher ordentlich auf Betriebstemperatur. Das einziges Manko, um an dieser Stelle mal auf hohem Niveau zu unken, es war mir irgendwie ein bisschen zu dunkel auf der Bühne. Eine etwas umfangreichere Lichtshow hätte den tollen Gig mit Sicherheit noch aufgewertet. Als Spaßvögelchen des Abends bzw. Verbalkonkurrenz zu Tobias Sammet (siehe Edguy-Berichterstattung) entpuppte sich übrigens Sänger und Gitarrist Seeb mit seiner Ansage zu "Here At The End Of The World". Beim Komponieren des Stücks habe ihn sein letzter Aufenthalt in Saarbrücken im Rahmen der Tour mit Hammerfall inspiriert. Schließlich fühle man sich hierzulande ja "am Ar... äähhh Ende der Welt". Ha, ha, ha! Komisch, aber irgendwie handelte es sich hierbei um so ziemlich die einzige Ansage des gesamten Konzertabends, die beim Publikum nicht mit frenetischen Jubel beantwortet wurde. Ja, warum denn nur? Das müssen wir wohl noch üben, Herr Levermann... ORDEN OGAN kommen übrigens aus Arnsberg. Kennt das irgendjemand? Eben!

Setliste Orden Ogan

  • Intro: Orden Ogan 
  • F.E.V.E.R. 
  • Deaf Among The Blind 
  • We Are Pirates 
  • To The End 
  • The Lords Of The Flies 
  • Here At The End Of The World 
  • Sorrow Is Your Tale 
  • The Things We Believe In

Die Wölfe heulten erneut. Und jedes Mal wenn sie heulen, geschieht das lauter und eindrucksvoller als zuvor. Seit ihrem letzten Besuch wuchs die Combo erfolgstechnisch wieder ein ganzes Stück, was sich auch im Bühnenaufbau widerspiegelte. Im Vergleich zu früher war platzmäßig alles ein wenig großzügiger arrangiert, ohne dabei überladen oder protzig zu wirken. Ein großes Backdrop zierte den Hintergrund, die beiden Bühnenseiten waren ebenfalls komplett mit riesigen Vorhängen versehen, wobei die darauf abgebildeten Motive im Laufe des Abends variierten. Falk Maria erweiterte seinen Aktionsradius deutlich, indem er zwischen zwei jeweils am linken und rechten Bühnenrad platzierten Orgeln hin und her wechselte. Schlagzeuger Roel thronte leicht exponiert auf einem Drumpodest, um sich insbesondere im Anschluss seines dargebotenen Solos von den POWERWOLF-Jüngern im Publikum amtlich huldigen zu lassen. In gewohnter Manier fegte die "Greywolf-Bruderschaft" über die Bretter, wobei sie die neu ins Bühnenbild integrierten Lauframpen geschickt nutzten, um zusätzliche Bewegung ins Spiel zu bringen. Sänger Attila brillierte abermals mit seinem exzellenten Timbre und lud zu Beginn der Show dazu ein, eine zünftige Messe mit ihm zu zelebrieren. Die Meute ließ sich dies nicht zweimal sagen und feierte ihre Helden nach Strich und Faden ab. Hammerband, Hammershow, Hammerabend!!! Die nächsten Wolfsnächte kommen hoffentlich bald. Ich freu mich schon darauf.

Setliste Powerwolf

  • Intro Lupus Daemonis
  • Blessed & Possessed 
  • Coleus Sanctus 
  • Amen & Attack 
  • Cardinal Sin 
  • Army Of The Night 
  • Resurrection By Erection 
  • Armata Strigoi 
  • Drum Solo 
  • Dead Boys Don't Cry 
  • Let There Be Night 
  • Werewolves Of Armenia 
  • In The Name Of God (Deus Vult) 
  • We Drink Your Blood 
  • Lupus Dei 

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  • Intro Agnus Dei
  • Sanctified With Dynamite 
  • Kreuzfeuer 
  • All We Need Is Blood
  • Wolves Against The World 

Bilder und Bericht: Brausi

Brausi
  • Autor: Brausi