Saxon - Warriors Of The Road World Tour 2014

Gut zu wissen, dass es Dinge gibt, auf die man sich bedingungslos verlassen kann. So grenzt es definitiv an Unmöglichkeit, ein Konzert von SAXON zu besuchen, ohne im Anschluss mit einem zufriedenen Dauergrinsen die Halle zu verlassen. Bei den Briten verhält es sich, wie mit gutem Wein, der bekanntlich nicht älter, sondern nur besser wird. Von daher verwunderte es nicht, dass SAXON sich bestimmt nicht über mangelnde Zuschauerzahlen beschweren konnte, denn die Hütte war ziemlich voll, ohne allerdings überfüllt zu sein. Auch als raumfreiheitsliebender Anhänger metallischer Klänge konnte man den Konzertabend also genießen. Apropos Genuss: Selbiger verging mir kurzfristig wieder einmal bei den Shirt-Preisen. Einen Kapuzenzipper für 60€ zu verscherbeln, läuft eigentlich unter Wucher und liegt mindesten 20 Euronen über dem gängigen Schnitt vergleichbarer Veranstaltungen. Aber man muss sich das Ding ja nicht kaufen, denn man ist ja schließlich wegen der Musik erschienen...

Halcyon Way
11 Bilder
Skid Row
14 Bilder
Saxon
18 Bilder
 
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Der Schwerpunkt bei der Songauswahl lag bei älterem Stoff. Kracher, wie der Opener "Motorcycle Man" oder die obligatorischen Klassiker "Strong Arm Of The Law" und vor allem "Crusader" sorgten für kollektives Entzücken beim Publikum, dessen auditiven Konsumbedürfnisse man bei einem Durchschnittsalter, das bestimmt 40 Lenzen überschritten haben dürfte, optimal befriedigte.    

Setliste Saxon

  • Motorcycle Man
  • Sacrifice
  • Power And The Glory
  • Heavy Metal Thunder
  • Lionheart
  • Strong Arm Of The Law
  • Suzie Hold On
  • Hammer Of The Gods
  • And The Bands Played On
  • The Eagle Has Landed
  • Demon Sweeney Todd
  • The Great White Buffalo
  • 747 (Strangers In The Night)
  • Forever Free
  • I've Got To Rock (To Stay Alive)
  • 20,000 Ft
  • Solid Ball Of Rock
  • Princess Of The Night

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  • Wheels Of Steel
  • Crusader

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  • Denim And Leather

Im Vorprogramm überzeugten zunächst die hierzulande noch relativ unbekannten HALCYON WAY aus den Staaten. Zwar stellt der Wechsel zwischen klassisch-cleanen Powermetal-Gesang mit eingeschobenem Geschreigrunze heutzutage keine stilistische Innovation mehr da, man muss den Jungs allerdings handwerkliches Können und ein Gefühl für eingängige Melodien, wie beispielsweise in "Save Your Tears" oder "Desecration Day" unter Beweis gestellt, attestieren. Zukünftig dürfte die Combo wahrscheinlich noch häufiger von sich hören lassen.

Ich erinnere mich an meine Jugendzeit. Damals gehörte es zur metallischen Allgemeinbildung, dass man eine "Poserband" wie SKID ROW so überflüssig wie ein Hintern voller Geschwüre zu finden hatte. Na ja, was soll ich sagen. Im Alter wird man offener, weiser und toleranter. Allerdings ändert das nichts an meiner Meinung, dass man die Band auch heute noch getrost in die Tonne kloppen kann! Der Fairness halber muss ich allerdings hinzufügen, dass mindesten 90 Prozent der Anwesenden dies anders gesehen zu haben schienen. Lauthals wurden Songs, wie "Slave To The Grind" oder "18 And Life" mitgegröhlt und SKID ROW abgefeiert. Fast wie bei einem richtigen Metal-Konzert...

Setliste Skid Row

  • Intro
  • Slave To The Grind
  • Piece Of Me
  • Big Guns
  • 18 And Life
  • Thick Is The Skin
  • Riot Act
  • Psycho Therapy (Ramones-Cover)
  • Get The Fuck Out
  • Monkey Business
  • We Are The Damned
  • Youth Gone Wild

Fotos & Bericht: Brausi

Brausi
  • Autor: Brausi