Phantasie- und Mittelaltermarkt 2010

Erstmalig wurde vom 3.9.2010 bis 5.9.2010 im Deutsch-Französischen Garten der Phantasie- und Mittelaltermarkt abgehalten. Das Team um Gerd Drenkow stellte für die drei Tage ein buntes Programm zusammen, das auf ein abwechslungsreiches Wochenende für alle Besucher hoffen lies.
Leider war es mir nur vergönnt am Freitag eine Stippvisite zu machen.
Der erste Eindruck überwältigte mich jedoch leider nicht so sehr. Nachdem wir vom Parkplatz durch erste Ausläufer der Parkanlage an einem See vorbei in Richtung Hauptbühne den Wegezoll entrichteten fanden wir uns auf einem Platz wieder, der eher an ein normales Konzert als an einen Phantasie- und Mittelaltermarkt erinnerte. Einzig die gewandeten Menschen, das Angebot an einigen Ständen und die letzten Klänge der gerade spielenden Band „Myrddin“ ließen etwas mittelalterliche Stimmung aufkommen.

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Faun
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Für Kinder und jung Gebliebene bot dann der Zauberer Kalibo kurzweilige Unterhaltung.
Von der Hauptbühne aus zogen wir danach weiter in die Tiefen des Deutsch-Französischen Gartens. Hier tauchte man nun immer tiefer in die Welt eines phantastischen Marktes ein: Verschiedene Händler boten ihre Waren feil, etliche Tavernen mit Speis und Trank boten die Möglichkeit des geselligen Zusammenseins. Einzig die zu gut gepflasterten Wege ließen zwischen altehrwürdigen Bäumen, schönen Hecken und saftigen Wiesen ab und an die Gedanken wieder in die falsche Richtung abschweifen.
Nach einer kurzen Wanderung zwischen Lager und Marktständen lockten schließlich die ersten Klänge von Faun wieder zur Hauptbühne.
Hier boten die Musiker eine gewohnt gute Show, auch wenn ich persönlich Sandra Elflein vermisste, die mit ihren Geigenklängen die Musik noch einmal zu bereichern wusste. Ihr wünsche ich an dieser Stelle auf jeden Fall alles Gute.
Als neues Mitglied der Faune konnte ich erstmalig Rairda lauschen. Sie konnte an dieser Stelle beweisen, dass auch sie in der Lage ist, sich perfekt bei Faun einzubringen; mit Stimmgewalt, ihrer Harfe und weiteren musikalischen Talenten ist sie mit Sicherheit eine gute Wahl um auch in Zukunft jedes Faunkonzert besuchenswert sein zu lassen..
Das Konzert war, wie ich es ja glücklicherweise nicht anders gewohnt bin, wunderbar. Oliver brachte sich ein weiteres Mal als perfekter Moderator ein, der jedes Lied mit einer nette Anekdote einleitete.
So endete dann auch der Abend für mich. Da ein Mittelaltermarkt ja immer eine gute Gelegenheit für einen Familienausflug ist, musste ich meinem müden Sohn nachgeben und die Heimreise antreten.
Wie ich von Bekannten hörte waren aber auch die noch folgenden Programmpunkte (wie die Feuershow der Societas Draconis am gleichen Abend) sowie musikalische Darbietungen und die Tanzeinlagen von Asherah Latifa und weiteren Gruppen sehr sehenswert.
Abschließend lässt sich sicherlich sagen, dass der Markt einen guten Start hatte und wir sicherlich eine Fortsetzung erwarten dürfen.
Ob das Konzept eines Minifestivals (als was ich die Veranstaltung anhand der Zahl der Bands ansehe) kombiniert mit einem Phantasie- und Mittelaltermarkt gut zusammen passen, darüber kann man sicherlich streiten. Mir persönlich hätte eine kleinere Musikanlage und mehr akustische Darbietungen der auftretenden Kapellen im Rahmen eines Marktes wohl besser gefallen ...