32. Dark Dance Treffen in Lahr

(Wer nicht lesen mag, sondern gleich zu den Bildern will, klickt hier drauf!)

Am Samstag den 19.12.2009 ging nun bereits das 32. Dark Dance Treffen in Lahr über die Bühne und wir waren wieder einmal für Euch vor Ort, um die Veranstaltung in Bildern fest zu halten.
"Wir" heißt in diesem Fall "Ich (Erik aka Schamass) für Fotos-der-Nacht" und meine bessere Hälfte „Fr. Schamass“, die ich als seelisch-moralische Unterstützung mit dabei hatte.

Es war mein erster Besuch des Dark Dance Treffens, und so musste ich mich ersteinmal orientieren - was mir unterm Strich nur leidlich gelang, denn das Ausmaß und die Vielschichtigkeit der Location und der Veranstaltung(en) hatten mich ein wenig überwältigt. Trotz einiger Berichte von Freunden und Bekannten, hatte ich mir das Event in den Räumlichkeiten des D.O.G. etwas "übersichtlicher" vorgestellt... aber man lässt sich ja gerne positiv überraschen.

Nachdem ich mir beim Einchecken an der Kasse neben dem Presseausweis noch ein freundlich-hämisches "HUUUHUUU... Fotos der Nacht!" der Kassendame abgeholt hatte, wollte ich zuerst einmal meine Jacke an der Garderobe abgeben. Allerdings ging das nicht so schnell von statten wie ich es mir erhofft hatte.
Glücklicherweise lag der Ausschank-Stand für den Begrüßungssekt direkt neben der Warteschlange zur Garderobe, sodaß ich mir mit ebendiesem Begrüßungssekt die gefühlte halbe Stunde Wartezeit (wahrscheinlich waren es noch nicht enimal zehn Minuten) schön saufen konnte... ;-)
An dieser Stelle sei mal noch ein Lob abgeworfen: Der Sekt war wirklich lecker und die Portion hat auch gestimmt.

Nach einer kurzen Runde durch die Räumlichkeiten musste ich mich dann auch schon vor die Hauptbühne begeben, weil sich die Halle bereits verstärkt mit Leuten füllte, die den Opener "Perfidious Words" sehen wollten... und sich mit Fotoausrüstung durch eine dichtgedrängte Menschenmenge kämpfen zu müssen ist nicht wirklich angenehm (für alle Beteiligten).

...aber wer will denn eigentlich den persönlichen Leidensweg eines Konzertfotografen überhaupt lesen?! Vielleicht sollte ich mich doch eher auf die Facts konzentrieren... also:

 

Perfidious Words

nennt sich das Duo, das aus den Personen Lars Rohnstock und Drazen Kostelac besteht. Die Band bietet erstklassigen Electro-Pop, der sich sehr gut in das elektrolastige Lineup der Veranstaltung einpasst. Wer auf Musik im Stil von Depeche Mode, YAZOO oder Erasure steht, kommt bei Perfidious Words voll auf seine Kosten! Nachdem es einige Zeit eher etwas still um diese Band geworden war, sind die Jungs nun wieder mit neuem Programm auf der Bühne und anscheinend haben sie ihr Handwerk nicht verlernt, denn beim 32. DDT hat Perfidious Words einen durchweg soliden Auftritt hingelegt.


Der Zeitplan der Bandabfolge war relativ straff und so dauerte es nicht sehr lange, bis der zweite  Act des Abends die Bühne betrat: Spetsnaz

Spetsnaz

ist eine reinrassige EBM-Kombo und besteht aus den beiden schwedischen Musikern Pontus Stålberg und Stefan Nilsson. Die Musik von Spetsnaz hat ihre Wurzeln in den Einflüssen von Bands wie DAF, Front 242, Die Krupps und Nitzer Ebb und ist daher bestens dazu geeignet, das Publikum mal „so richtig abgehen zu lassen“. Und genau das hat auch dieses mal bestens funktioniert.

 

 

 

 

Bei der energiegeladenen Darbietung ihrer Songs sprang der Funke auch auf das Publikum über und die Meute vor der Bühne ist ordentlich aus sich heraus gegangen und hat getanzt was das Zeug hält.

 

 

 

Als kleine Zugabe (über die der Zuschauer durchaus geteilter Meinung sein darf und wird), zeigte Herr Nilsson noch kurz seinen „Perfect Body“, was von frenetischem Applaus quittiert wurde.
Der Konzertbeobachter meldet: Mission erfüllt - Publikum glücklich!


Kurz an die Theke, eine Erfrischung schnappen – aber nur kurz, denn als nächste Band des Abends stand Welle:Erdball auf dem Programm. Meine Vermutung, dass viele Leute hauptsächlich deswegen nach Lahr gepilgert sind, schien sich zu bestätigen, denn obwohl ich beizeiten losgetigert bin, um nach vorne zum Fotograben zu gelangen, hatte ich meine liebe Mühe mir meinen Weg durch die Menschen zu bahnen. Merke: Welle:Erdball sind beliebt.

Welle:Erdball

hätte fast den Auftritt auf dem Dark Dance Treffen absagen müssen, denn das ganze Unternehmen stand anscheinend unter keinem guten Stern... Honey musste das Publikum zuerst darüber aufklären, dass A.L.F. leider an diesem Abend nicht dabei sein konnte, weil er krank war. Als „Bühnen-Double“ musste einer der Techniker herhalten, sodass das Quartett wenigstens optisch komplett war.

Und als sei das noch nicht genug gewesen, gab es wohl größte Probleme, auf die schnelle einen fahrbereiten Tourbus zu bekommen, weil das frostige Wetter beide Fahrzeuge schachmatt gesetzt hatte, die normalerweise zum Einsatz kommen würden. Kurz gesagt: Die Band hatte tatsächlich daran gedacht, das Konzert abzusagen... aber irgendwie haben es die Jungs und Mädels doch noch möglich gemacht, ihren Weg nach Lahr zu machen.

Der Saal war brechend voll, das Publikum war gut drauf, der Auftritt hatte gut angefangen aber dann gab es diverse Aussetzer in der Technik, sodass sogar einige Lieder abgebrochen werden mussten... schade eigentlich.
Aber unterm Strich tat das alles der guten Stimmung keinen Abbruch, denn allen Widrigkeiten zum Trotz, haben es Welle:Erdball geschafft ein gutes Konzert abzuliefern und das Publikum bei Laune zu halten. Bravo!

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit: Die letzte Band auf der Hauptbühne begann ihr  musikalisches Werk... keine geringeren als Project Pitchfork konnte zu diesem Wochenende ins D.O.G. verpflichtet werden.

 

Project Pitchfork

ist nun schon seit über einem Jahrzehnt in der Industrial- und Dark-Electro Szene zugange – und das mit Erfolg. Einige Leute meinten, die Band sei an diesem Abend live um einiges besser gewesen, als man es von ihren CDs ohnehin gewohnt ist. Das mag durchaus sein, denn die Jungs haben es ziemlich krachen lassen und von Anfang bis zum zweimal verlängerten Ende richtig Gas gegeben. Und obwohl sich das Publikum bei Project Pitchfork um einiges gesitteter verhalten hatte als bei einer zuvor genannten EBM-Band, ist es bestimmt kein Zeichen dafür, dass es den Leuten nicht gefallen hat, denn die Menschenmengen, die Applausstärke und die Zugaben hatten an diesem Abend eine mehr als deutliche Sprache gesprochen!


...und das war's dann auch schon mit der Live-Mucke, wenigstens, soweit ich das an diesem Abend verfolgen konnte.

Ja, ich weiß: Da spielten ja auch noch Nachtmahr und Deathmaker.
Was soll ich sagen... aufgrund des überlappenden Zeitplans und der Meute vor der großen Bühne musste ich mich für eine der Bühnen entscheiden... OK, mittlerweile weiß ich auch, dass man über „Schleichwege“ direkt vor die Hauptbühne kommen kann – hätte man mir das mal früher gesagt... mea culpa!

Tja... was gibt es sonst noch zu sagen?
Es gab einige Tanzflächen auf denen eigentlich für jeden Musikgeschmack aufgelegt wurde, dazu noch eine ganze Menge netter, gut gestylter Leute.
Die Preise für die Getränke und Speisen waren zwar nicht unbedingt günstig, aber noch im Rahmen.
Die Ausstellung der Bilder im Café ging meiner Meinung nach etwas unter und wurde vermutlich von den wenigsten Besuchern als solche erkannt... eigentlich schade für den Künstler, denn die Bilder waren wirklich gut, auch wenn einige davon ein bisschen wellig geworden sind.


...insgesamt eine Veranstaltung, die man durchaus weiter empfehlen kann, und die ich bestimmt nicht zum letzten Mal besucht habe.


Meinen Dank an die Künstler und den Veranstalter – chapeau!
Link zur Seite des Veranstalters: www.dark-dance.de

mit Dunkelgruß - Euer Erik (aka Schamass / EJS)

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Hier die Bildergalerien des Abends

32. Dark-Dance-Treffen
Perfidious Words - 32. DDT
Spetsnaz - 32. DDT
Welle:Erdball - 32. DDT
Project Pitchfork - 32. DDT


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