SAXON – Call To Arms Tour 2011

Am Mittwoch, den 18. April 2011 riefen SAXON mit ihren Verbündeten CRIMES OF PASSION und VANDERBUYST zu den Waffen, um ihre exquisiten Live-Qualitäten erneut in der Garage unter Beweis zu stellen. Von Altersschwäche ist bei dem Szenen-Urgestein der NWoBHM auch nach mittlerweile 35-jährigem Bandbestehen absolut nix zu bemerken.
Ganz im Gegenteil. Um kurz nach Neun erklang das einleitende Intro, um einen absolut gelungenen, energiegeladenen Auftritt einzuleiten. Bereits mit dem Einsteiger „Hammer Of The Gods“ verursachten die Briten bei beeindruckender Lightshow und tollem Sound Begeisterungstürme bis in die hinterste Reihe. Und das obwohl der Song erst auf dem neuen, Anfang Juni erscheinenden Album „Call To Arms“ zu hören sein wird. Alle Achtung! Mit Überhits, wie „Motorcycle Man“, „“I‘ve Got To Rock (To Stay Alive)“, „Dallas 1 PM“, „The Eagle Has Landed“, „Denim And Leather“ oder dem obligatorischen „Pricess Of The Night“ im Gepäck versteht es sich von selbst, dass die gut gefüllte Halle stimmungsmäßig kopfstand. Als im Zugabenteil dann auch noch „Crusader“ und „747 (Strangers In The Night) erklangen, schwebte nicht nur der Schreiber dieser Zeilen im metallischen Nirwana. Hammer!!! Nach insgesamt 21 (!) gespielten Nummern entließen SAXON ein erschöpftes, aber nahezu rundum glückliches Publikum nach Hause. Negativ fiel auf, dass der Preis am Merchandising-Stand für das aktuelle Tour-T-Shirt mit 25 Euronen meinem Empfinden nach die Grenze zur Unverschämtheit deutlich überschritt…   

Setliste SAXON:

  1. Hammer Of The Gods
  2. Heavy Metal Thunder
  3. Never Surrender
  4. Motorcycle ManShow Me Your Hands
  5. I've Got To Rok (To Stay Alive)
  6. Dallas 1 PM
  7. Call To Arms
  8. Rock 'n Roll Gypsy
  9. Demon Sweeney Todd
  10. And The Bands Played On
  11. Man And Machine
  12. The Eagle Has Landed
  13. When Doomsday Comes
  14. Play It Loud
  15. Denim And Leather
  16. Princess Of The Night

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  1. Crusader
  2. 747 (Strangers In The Night)
  3. Strong Arm Of The Law
  4. Wheels Of Steel


Mehr als beachtlich zogen sich auch die niederländischen Anheizer  VANDERBUYST aus der Affäre. Das sympathische Dreiergespann bescherte mit ihrem an 80er Hardrock angelehnten Material einen sehr kurzweiligen Auftritt. Bewegungsfreudig, spielbegeistert, authentisch und gut, um es auf den Punkt zu bringen. Besonders ins Auge (und Ohr) stach Willem Verbuyst. Mal davon abgesehen, dass er scheinbar den Weltrekord im Dauerheadbangen aufstellen wollte, entpuppte sich der Gitarrist auch als technischer Virtuose. Hut ab und mehr davon!
CRIMES OF PASSION, wie der Headliner des Abends ebenfalls von der Insel stammend, wussten ebenfalls zu überzeugen und boten eine solide Show. Besonders positiv blieben bei mir die toll gespielten Gitarrenharmonien im Gedächtnis hängen. Ein guter Vorgeschmack auf die neue, im Spätsommer anstehende Scheiblette der Herren. Gegen Ende des Gigs bat Sänger Dale darum, mit möglichst ausgeprägter Kauflaune am T-Shirt-Stand vorbeizuschauen, damit sich die Band das Betanken ihres Tourbusses leisten kann. Kein Wunder bei den unverschämt hohen Spritpreisen…


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