Die Band
Spätestens mit ihrer Chartplatzierung der Veröffentlichung einer Coverversion des Songs "Eisblumen", sowie dem Sieg bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2008 haben Subway to Sally allgemeine Bekanntheit erlangt. Am 07.05.2010 ist die Folk Metal-Band aus Potsdam im Rahmen ihrer der akustischen Tour „Nackt II“ wieder einmal zu Gast im Saarland, diesmal in der Illipse in Illingen über deren „schildbürgerliche Architektur“ sich Eric Fish in seinem Tourtagebuch später ausgiebig auslässt.
Mit ihrer Live-Shows beweist die Band wieder einmal mehr, dass sie sich aus begnadeten Musikern zusammensetzt, die mit Herz und Leidenschaft zu Werke gehen. Während viele andere Bands auf der Suche nach musikalischen Innovationen mit moderner Computer-Technik arbeiten, gehen Subway To Sally genau den umgekehrten Weg. Das Septett beschäftigt sich intensiv mit dem Mittelalter, was sich zu einem in der Wahl der Instrumente (z. B. Violine, Schalmei, Dudelsack, Barockoboe, Laute) als auch in den Texten widerspiegelt. Erzählt werden Geschichten von Hinrichtungen „Unterm Galgen“, vom Teufel „Mephisto“ und natürlich von der Liebe „Liebeszauber“; manchmal sogar auf Lateinisch so z. B. „Alle, psalite cum luya“ und „Sanctus“.
Subway To Sally mischen ihre Reise in die Vergangenheit mit modernen Metal-Elementen, die vor allem Dank der drei hervorragenden Gitarristen Simon, Ingo Hampf und Bodenski äußerst versiert und mit dem nötigen Gespür für das Bewahren des ursprünglichen Charakters integriert werden.
Die Tour
Auf der aktuellen Tour wird die Band von zwei Gastmusikern, Nora und B.Deutung, begleitet. Gleich zu Beginn trommelt die Percussion Gastmusikerin Nora, die schon auf der Bühne sitzt, ein spannungsgeladenes Solo, während die restlichen Bandmitglieder langsam die Bühne betreten. Eric Fish erzählt uns später, dass Nora sich gleich zu Beginn der Tour die Ferse gebrochen hat, was aber der Begeisterung keinen Abbruch tat.
Die Konzertbesucher sind gut gelaunt und spenden von Anfang an viel Applaus. Vor allem Frontmann Eric Fish wird mit Begeisterung empfangen. Mit "Schlacht und Henkersbraut" wird das Konzert eröffnet.
Das aufwendig gestaltete Bühnenbild rundet den akustischen Musikgenuss stimmungsvoll, visuell ab. Vor einem gemalten Hintergrund, der einem Caspar-David-Friedrich-Gemälde nachempfunden ist, steht auf der Bühne ein alter, knorriger Baum auf dem es sich einige Krähen bequem gemacht haben.
Wer allerdings glaubt, Subway to Sally lassen es unplugged ruhiger angehen als sonst, wird schnell eines Besseren belehrt. Eric Fishs Stimme donnerte zu den folkigen Klängen auf das Publikum hinab und reißt es mit. Das Publikum im der Illipse in Illingen tanzt oft sehr eng umschlungen und singt aus Leiberkräften mit.
Setliste
Grund zur guten Stimmung liefern Subway to Sally an diesem Abend genug. Uraufführungen wie das orientalisch angehauchte "Krähenkönig" stehen ebenso im Programm wie das erste deutschsprachige Lied "An der Zeit".
Mit zehn veröffentlichten Studioalben können die Musiker aus einem großen Fundus schöpfen und bieten bei der Songauswahl eine gelungene Mischung älterer und neuerer Songs, wobei das ältere Material bei den Fans etwas besser ankommt. Genau wie die Setlist war auch das Publikum bunt gemischt. Ältere Herrschaften wie ein 60 Jahre altes Pärchen, welches Eric Fish, nach seiner Schilderung, für den Busfahrer zur Veranstaltung fürs „Mittel Alter“ hält, feiern gemeinsam mit Goths und Rockern im Bandshirt. Genau wie die Gäste lassen sich auch Subway to Sally in keine Schublade stecken.
Im Vorfeld forderte die Band ihre Fans auf Vorschläge für die Setliste der aktuellen Tour zu machen und erarbeitete ein völlig neues Programm. Kein Titel der ersten NACKT Tour sollte sich wiederholen, was aber denn nicht ganz so hart umgesetzt wurde.
Das Konzert in der Illipse
Nach vielen bekannten Songs neigt sich das Konzert langsam seinem Ende zu. Sänger Eric Fish, der zwischendurch einmal wie ein wildgewordener Derwisch über die Bühne tanzt, fordert die Meute auf zu tanzen. Mit "Tanz auf dem Vulkan" sowie "Veitstanz" verlanget die Band dem saarländischen Publikum noch einmal alles ab.
Die Band verlässt unter begeisterten Ovationen des Publikums die Bühne. Aus einer Ecke erkling „Julia und die Räuber“ und bald schon singt die Menge im Chor bis die Band zur ersten Zugabe erscheint. Auch die Potsdamer haben noch lange nicht genug. In der ersten Zugabe ertönt unter anderem die Kracher "Ohne Liebe" und endlich zuletzt auch das von mir und vielen anderen Gästen erhoffte "Sieben", bei dem wir stimmgewaltig mitsingen.
Der Applaus ist noch ein wenig stürmischer diesmal und wieder erklingt minutenlang fordernd der Chor von „Julia und die Räuber“ bis Eric Fish erneut erscheint und sichtlich angetan die Menge dirigiert. Nach einer kurzen Pause geht es dann mit der Ballade "Die Jagd" weiter, welche die Band nach Aussage von Eric Fish seit 15 Jahren nicht mehr live dargeboten wurde. Indes wird die von jeder Subway to Sally-Tour bekannte Forderung nach "Julia und die Räuber" immer lauter. Nach einer fast zweieinhalbstündigen Show und 26 gespielten Songs kommt die Band dem Wunsch der Fans nach. Mit Dudelsack und den bekannten Zeilen „Blut, Blut, Räuber saufen Blut...“ verabschieden sich Subway to Sally schließlich von der Bühne.
After Show
Nach dem Konzert fotografiere ich noch einige Fans um einen kleinen visuellen Eindruck vom Publikum fest zu halten. In der Menge entdecke ich zu meiner Überraschung schon bald einige der Bandmitglieder, die sich unter ihre Fans mischen. Souverän und freundlich geben sie Autogramme und posen auf meine Bitte hin alleine oder mit Fans.
Auch Eric Fish entdecke ich und als ich mich der Gruppe junger weiblicher Fans nähere, die ihn umringt zücke ich das Foto des Nonetts mit den Tourdaten für Dezember, um so mit der Bitte um ein Autogramm an den Künstler heran zu kommen und ein paar Fragen für diesen Bericht stellen zu können.
Eric Fish signiert Kleidungsstücke, Fotos, CDs etc. und wirkt gelöst und entspannt und viel natürlicher, als ich erwartet habe. Als ich an der Reihe bin und er mich dann anlächelt und „Hi“ haucht bin ich für ca. ca. 3 Sekunden sprachlos, entgegene „Hi“ und strecke ihm, um eine Frage formulieren zu können das Foto zum signieren hin. Die Gunst der Stunde nutzend bitte ich um ein Lächeln für die Kamera.
Ich kann zwischen einem natürlichen und einem falschen Lächeln und einer Grimasse wählen und entscheide mich für Ersteres. Das Lächeln ist unglaublich und prompt drängen die jungen Damen, während ich noch nach den Aufenthalt im Saarland frage, welche mit einem professionellen „Das Saarland ist immer etwas Besonderes für uns“ beantwortet wird näher an ihn heran..
Nach ein paar Fotos von Frau Schmidt und weiteren Fans nähere ich mich noch einmal der Gruppe. Nun vergessen in paar der Anwesenden über die Frage nach der Webseite, auf der sie die Fotos erhaschen können das Original, welches hautnah neben ihnen steht und bevor ich meine inzwischen erdachten Fragen stellen kann leise entschwindet.
Resümee
Ein wirklich gelungenes stimmungsvolles Konzert, welches inklusive der Nähe zu den Musikern und der Möglichkeit sie anzusprechen und sich mit ihnen fotografieren zu lassen, nichts zu Wünschen übrig lies.
Ich hoffe ich kann Euren Erwartungen an ein paar schöne Fotos gerecht werden und verbleibe
Subway to Sally - Nackt II Akustik Tour
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Subway to Sally - Nackt II Akustik Tour: Fans
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