Motörhead: The Wörld is Yours

Am 3. Dezember 2010 kündigten sich die Urgesteine des harten Rocks an, um die Trier Arena mit einem Riffgewitter zu überziehen.

Als Begleitung brachten Motörhead die Bands "Grand Magus" und "Doro" mit.

Da wir uns bei der Anreise leider ein wenig verspäteten, konnten wir Grand Magus nur noch beim Abbauen bewundern ... daher können wir zu dieser Band auch nicht mehr zu sagen als: Sie waren da. Sorry!

Gegen 20:00 Uhr stürmte dann Doro Pesch mit Band die Bühne und rockte. Von Klassikern (All we are, Burning the Witches) über neuere Werke wurde ein sehr kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire von Doro und Warlock präsentiert. Der kurze Gig genügt allerdings, um die Halle schon recht gut auf den Headliner einzustimmen und die Fans anzuheizen.

Mir persönlich fehlte bei ein paar Songs einfach ein wenig die alte Härte. 'Burning the Witches' hatte ich einfach grober und besser in Erinnerung... aber dennoch ein schöner Start. Doro hat es alle mal noch drauf, eine Bühne zu rocken.

Playliste Doro

Earthshaker Rock (Warlock cover)
I Rule the Ruins (Warlock cover)
Running From the Devil
Burning the Witches (Warlock cover)
Wacken Hymne (We are the Metalheads) (Skyline cover)
Für immer (Warlock cover)
Breaking the Law (Judas Priest cover)
All We Are (Warlock cover)

Kurz nach 21:00 Uhr hieß es dann: "We are fucking Motörhead, we play Rock'n'Roll". Eine Ansage, schlicht und einfach. Zum Bühnenbild passend.

Ohne viel Pomp taten Motörhead dann, was Lemmy versprach: Sie spielten ein Brett runter, bei dem viele Bands mit deutlich geringerem Durchschnittsalter ins Schwitzen geraten dürften. Rock vom Feinsten mit der besonderen Motörhead-Note.

Wer eine Show erwartet hatte, bei der die Protagonisten wie von Wespen verfolgt über die Bühne turnen, dürfte wahrlich enttäuscht worden sein. Einzig Campbell spulte mit seiner Gitarre ein paar Meter herunter. Mikkey Dee erinnerte ab und an hinter seinem Schlagzeug an "Das Tier", während Lemmy kaum mehr als einen Meter von seinem Mikrofonständer weit weg kam. Aber wer erwartet es auch anders ... schließlich geht es hier um das Spielen von Rock und nicht ums Tanzen!

Nach ca. 70 Minuten wurde den rund 2500 Gästen dann der letzte Song angekündigt. Mit 'Ace of Spades' versuchte man auch noch den Letzten zu befriedigen. Das klappte natürlich nicht: Die jubelnden Menge forderte eine Zugabe, zu der sich Motörhead auch leicht überreden ließ.

Danach war aber wirklich Schluss. Waren tatsächlich schon 80 Minuten vergangen? Hätte ich noch eine analoge Uhr gehabt, wäre ich davon ausgegangen, dass sie sich von den geilen Bässen zu schnellerem Ticken animieren ließ ... aber es war wirklich so. Die Show war vorbei :-(.
Von mir aus und sicherlich einem großen Teil der anderen Gäste hätten Motörhead noch ein wenig weiter machen dürfen. Ich hätte so gerne noch ein paar Songs (zum Beispiel Orgasmatron) gehört. Aber es sollte nicht sein.

Playlist

We Are Motörhead
Stay Clean
Get Back In Line
Rock Out
Metropolis
Over the Top
One Night Stand
Guitar Solo
The Thousand Names Of God
I Got Mine
I Know How To Die
The Chase Is Better Than the Catch
In the Name of Tragedy (with Drum Solo)
Just 'Cos You Got the Power
Going To Brazil
Killed By Death
Ace Of Spades
Zugabe:
Born To Raise Hell
Overkill

Euer

fröhlich winkender Anhur ;-)

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The Wörld is yours: Motörhead
The Wörld is yours: Doro

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