Pfeifff auf den Text - ich will die Bilder! (Link zu den Galerien)
Sonntag, 12.10.2008 abends in Saarbrücken - die Frisur hält!
Spaß beiseite... wir, Herr und Frau "Schamass", machten uns an diesem Abend auf, um das Konzert von Subway to Sally in Saarbrücken zu besuchen.
Die Band gastierte im Rahmen ihrer "Bastard-Tour" nämlich auch in der Garage-Saarbrücken.
Da Subway to Sally ja nicht gerade Hinz & Kunz on Tour sind, waren wir darauf bedacht, eher ein bisschen überpünktlich am Tatort zu erscheinen, weil... nunja... anstehen und warten eben mal ganz gewaltig "saugt" (it sucks!).
Das dachten außer uns aber wohl noch ein paar andere Leute, denn vor der Garage hatte sich schon die schwarze Meute versammelt und wartete friedlich (wie immer) auf die Öffnung der Pforten.
Und wir dachten, es wäre "unser" guter Plan gewesen?!
Allen düsteren Erwartungen zum Trotz, hielt sich die Wartezeit aber letztendlich doch sehr in Grenzen, denn nach wenigen Minuten (höchstens mal zwanzig, oder so) waren wir drin - das ist ja einfach...
Als Fotograf wurde ich bereits vor dem Eintritt instruiert:
"Am Anfang des ersten Liedes von Subway to Sally wird es einen Pyro-Effekt geben. Der Fotograben wird erst danach zum Betreten freigegeben! Ansonsten wie immer..."
Diese wertvolle Information hielt ich mir vorsichtshalber mal im Hinterkopf - mehr dazu später.
Also erstmal rein - Jacken und Geraffel an der Garderobe abgeben und mal kurz einen Rundgang machen.
Es war ja noch Zeit, die Fans waren wohl auch noch nicht in kompletter Anzahl eingetroffen, und eine Band spielte auch gerade keine - beste Voraussetzungen sich erstmal frei zu bewegen.
Frau Schamass bewegte sich daher frei zur Theke und besorgte uns erstmal ein paar kalte Getränke - gute Frau! Die beste! (hoffentlich liest sie das auch)
So gewappnet, harrten wir der Vorband, die da kommen sollte...
...und sie kam! End of green nennt sich die Fünfer-Combo, die da vorne auf der Bühne dafür sorgte, dass man sich hindrehte und hinsah, wer da jetzt diese Klänge fabriziert.
Für mich war der Stempel "Vor-Band", den man bei Konzerten ganz gerne mal im Geiste auf die Stirnpartien der jeweiligen Künstler drückt, ganz schnell wieder aus der Hand gelegt. Denn anders als sonst, wenn man sich zu "Live-Hintergrundgeplänkel" lieber den wichtigen Dingen des Lebens zuwendet (z.B. einem kalten Bier), haben es die fünf Jungs in kürzester Zeit geschafft, dass ich ihnen meine volle Aufmerksamkeit zukommen ließ.
Hauptsächlich verantwortlich für die akkustische Präsenz war die unglaublich geniale Stimme des Sängers, deren Klangfarbe irgendwo zwischen Peter Steele (Type O Negative) und HIM eingeordnet werden kann. Chön tief, also!
Neben dem allgemein guten Sound, für den ich hier mal den Ton-Leuten ein verschärftes Lob aussprechen möchte, war es umso erfreulicher, dass die Jungs ihre Instrumente beherrschten und der Sänger nicht nur eine schöne Stimme hatte, sondern diese auch bestens zu gebrauchen wusste.
Gekrönt wurde diese Melange guter Klang-Zutaten von dem Sahnehäubchen einer sehr dynamischen und sympathischen Bühnenperformance.
Und selbst die lauten Gesänge nach "Blut" und "Räubern", die von den ungeduldigen StS-Fans zwischen den Liedern öfter mal angestimmt wurden (eigentlich nicht so die feine englische Art), brachten die Jungs von End of Green keinesfalls aus dem Tritt.
Ich fand diese Band richtig gut! *thumbs up*
Nach diesem gelungenen Auftakt, der eigentlich eine gute Stimmung und eine angeheitzte Atmosphäre hinterlassen hatte, kam nun erst einmal ein Moment des Leerlaufs in Form einer Umbaupause.
Moment mal... sagte ich "Moment"?
Es war ein - nunja - ziemlich langer Moment. Zumindest war es für mich eine gefühlte kleine Ewigkeit, aber ich bin ja auch kein Maßstab... so what?
Zeit für ein Bier.
Zeit für... hey, was macht denn der Mann da auf der Lichttraverse?
Klettert da oben einer rum und versucht ein lichttechnisches Gerät festzutüddeln... ohne Netz und doppelten Boden!
Naja... kann schon vorkommen meint ihr?
Schon... aber es kam hier zu einem lustigen Intermezzo, das den Wartenden die Zeit etwas verkürzte. Slapstick im Alltag...
Szene: Bühnenhelfer auf dem Gerüst, Helfer nähert sich auf Bodenniveau mit einer Rolle Klebeband
Das Publikum verfolgt gespannt die geschmeidigen Bewegungen des Bühnen-Bodenpersonals...
...das Ziel fixiert, Schwung, Wurf! ...vorbei!!!!
Ein lautes Aufstöhnen geht durchs Publikum, das den weiteren Versuchen gebannt folgt.
...die Halle wird ruhiger...
Wird der nächste Wurf dem in lufiger Höhe Wartenden sein ersehntes Tüddel-Mittel bescheren???
...höchste Konzentration! Wurf!!! ...NEEIIIN... und wieder vorbei. Und das vor hunderten erwartungsvollen Zuschauern!
Man sieht dem Werfer nun seine Anspannung von weitem an! Jetzt muss es klappen - der letzte Versuch!
Und... JAAAA... JAAAAA... TOOOR! ....ach nein, das war wo anders...
Die Menge tobt!!!
Unter frenetischem Applaus darf der Fehlversuch-Gebeutelte endlich die Bühne verlassen und die Lampe wird fachgerecht festgetüddelt - ganz großes Kino!
Und nach dieser unfreiwilligen, aber sehr unterhaltsamen Einlage, hatte ich wieder mal Zeit...
Zeit, um z.B. einen guten Standort zum fotografieren zu suchen, denn im Hinterkopf war ja immer noch die Information der netten Kassendame:
"Im ersten Song... Pyroeffekt und so..."
Mein teuflischer Plan war es, die Bühne so halb im Profil von vorne abzulichten - weil Pyroeffekt... die machen bestimmt was mit Fontänen... OH! Es wird dunkel... man fängt an!
Noch während ich mich in die vermeindlich richtige Position begebe und letzte Einstellungen an der Kamera vornehme nimmt die Band mit ihrem Opener lansam Fahrt auf.
Ein kurzer Seitenblick in Richtung Fotograben und Security, um abzuschätzen wann denn nun...
Schreck bis ins Mark! Was war das denn jetzt...? Fuck... der Pyroeffekt!
Scheiße war das laut! Mit pfeifenden Ohren und zittrigen Knien, mache ich mich dann eben auf zum Fotograben. Nachdem ich den ersten Pyro ja verpennt habe und von selbigem wieder unsanft geweckt wurde, kann's ja planmäßig weitergehen. *seufz*
Und von dem Punkt an ist der restliche Verlauf des Abends eigentlich schnell erzählt, denn die Jungs und Mädels von Subway to Sally absolvierten ihren Auftritt in gewohnt guter Manier.
Wie so oft wurde mit dem Einsatz von Feuer in mannigfaltiger Darreichungsform nicht gespart. Es gab Feuersäulen, Feuerbälle, Feuerschalen, Feuerspucken und Herrn Fish's obligatorische Gartenfackel als Gestikverstärker - insgesamt wurde also nicht nur das Ohr verwöhnt, sondern auch das Auge. Und "kuschelig warm" wurde es obendrein...
Zusammen mit dem entsprechenden Licht sorgten die Flammen bei einigen Songs für echtes Gänsehaut-Feeling... sowas macht schon Spaß!
Apropos Gänsehaut: Eine live dargebotene Akkustik-Version von "Erdbeermund" mit sehr sparsamer Instrumentierung war für mich eine sehr angenehme Abwechslung während des Konzertes und stach aus dem Rest der dargebotenen Stücke durch die gebotene Ruhe wohltuend hervor - ebenso, mit gebotener Ruhe, wurde das Lied auch vom Publikum aufgesogen und im Anschluss mit tosendem Beifall belohnt. Klasse Nummer!
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Combo an dem Abend recht gut drauf, und mit viel Spaß bei der Sache war. Einen möglichen Grund dafür nannte Herr Fish: "Das geilste Publikum heben wir uns immer zum Schluss auf..."
Naja, da ja noch ein paar Tourdaten anstehen, ist das saarländische Publikum vielleicht nicht das aller-allergeilste Publikum, aber doch ziemlich weit vorne. Danke für die Blumen!
Zum Stichwort Blumen gibt's auch noch eine kleine Story:
Einleitend zu "Kleid aus Rosen" erzählte Herr Fish, dass es ja mittlerweile "Brauch" ist, während des Liedes eine Anzahl Rosen ans Publikum zu verteilen. Zu diesem Zweck hatte die Band bereits am Vortag etliche Rosen angeschafft und im Tourbus gelagert.
Allerdings hatten sie die Rechnung wohl ohne den "Hausmeister" (Busfahrer) gemacht, denn der hatte wohl für Ordnung gesorgt und die Rosen fachgerecht entsorgt weil sie "...ja auch nicht mehr so frisch waren...".
Tja, so kann's gehen.
So blieb Herrn Fish eigentlich nur ein Versprechen, das er ans Publikum verschenken konnte...
...und zwar, dass es beim nächsten mal, wenn die Band ins Saarland kommt - also am Hexentanz-Festival (Ansage Herr Fish) - die doppelte Portion an Rosen gibt. Diese Neuigkeit wurde auch spontan vom Publikum mit einem Beifallssturm quittiert!
Im weiteren Verlauf des Konzertes kamen dann auch endlich mal alle "Blut & Räuber"-Fans auf ihre Kosten und konnten sich nach Herzenslust die Stimmbänder wund singen...
...und nach mehreren Zugaben, waren irgendwann alle glücklich...
Nach einem durchweg gelungenen Abend, möchte ich an dieser Stelle den Bands und dem Veranstalter für dieses coole Konzert danken!
Und im Hinblick auf ein nicht allzu fernes Wiedersehen bleibt mir nur noch (in Anlehnung an D. Adams), der Band hinterher zu rufen:
Winke, winke!
Euer EJS/Schamass (Erik)
Wenn Ihr Fragen habt, oder Lob oder auch Kritik loswerden wollt,
klickt einfach auf das "Pesthörnchen" und schreibt mir was per Email...
Zum öffnen einer Galerie einfach anklicken.
Innerhalb der Galerie kann mit den Cursortasten navigiert werden.
Das erneute anklicken eines Bildes führt zu einer größeren Auflösung!
End of Green 2008 (Garage-SB)
|
Subway to Sally 2008 (Garage-SB)
|